Persönliche Traurede: Was ihr von mir erwarten könnt

Wenn Paare mich fragen, wie ich arbeite, erzähle ich ihnen meistens nicht zuerst vom Ablauf. Ich erzähle ihnen lieber, wie ich schreibe. Denn genau dort beginnt für mich eine freie Trauung.
🎀Keine Rede von der Stange
Jede Rede entsteht komplett neu. Ich arbeite nicht mit Textbausteinen, die ich immer wieder verwende oder nur ein bisschen anpasse. Natürlich begrüße ich meine Gäste ähnlich und verabschiede sie ebenfalls auf meine Art 😉. Aber alles dazwischen entsteht ausschließlich für euch.
Es gibt keine Vorlage, in die am Ende nur eure Namen eingesetzt werden.
Es gibt eure Geschichte. Und genau die möchte ich kennenlernen.
Dabei interessieren mich natürlich die großen Meilensteine: Wo habt ihr euch kennengelernt? Wann habt ihr euch verliebt? Wann wurde aus Verliebtsein Vertrauen?
Aber mindestens genauso wichtig sind mir die kleinen Dinge.
Worüber müsst ihr heute noch lachen? Welche Eigenheiten liebt ihr am anderen? Welche Geschichte erzählt ihr immer wieder? Was würde eure beste Freundin sofort über euch erzählen? Und welche ganz unscheinbare Situation sagt vielleicht viel mehr über eure Beziehung aus als jedes große Ereignis?
Genau dort entstehen oft die Momente, die eine Rede später lebendig machen.
🎀Deshalb dauern unsere Gespräche so lange
Unsere erste Unterhaltung dauert oft drei, vier oder sogar mehr Stunden.
Nicht, weil ich einen Fragenkatalog abarbeite. Sondern weil ich euch kennenlernen möchte. Ich möchte verstehen, wie ihr miteinander seid. Was euch verbindet. Wo ihr euch ergänzt. Was euch zum Lachen bringt. Und was eure Beziehung vielleicht ganz selbstverständlich macht, obwohl sie für euch etwas Besonderes ist.
Dabei erzählt ihr mir natürlich viel mehr, als später tatsächlich in der Rede vorkommt.
Aber das muss auch so sein. Denn ich möchte nicht einfach möglichst viele Informationen über euch sammeln. Es soll keine tabellarische Auflistung von Ereignissen werden.
Ich möchte irgendwann das Gefühl haben: Jetzt habe ich verstanden, was euch als Paar ausmacht. Und genau daraus entsteht dann eure Geschichte.
🎀Eine Rede, die sich nach euch anfühlt
Ich erzähle eure Geschichte nicht einfach chronologisch von der ersten Begegnung bis zum Hochzeitstag. Ich suche nach Verbindungen.
Vielleicht erzählt ihr mir beim ersten Gespräch eine kleine Geschichte, die zunächst völlig nebensächlich wirkt. Später merke ich, dass genau darin etwas steckt, das euch als Paar beschreibt. Dann taucht dieser Gedanke an einer anderen Stelle der Rede wieder auf.
So entsteht eine Geschichte, die einen roten Faden hat, ohne dass sie sich danach anfühlt. Auch Humor entsteht für mich nicht durch vorbereitete Witze. Oft reicht eine kleine Eigenheit, eine typische Situation oder eine Geschichte, bei der ich beim Schreiben schon denke: Das muss an genau dieser Stelle erzählt werden.
Und genauso entstehen emotionale Momente nicht dadurch, dass ich euch oder eure Gäste auffordere, etwas Bestimmtes zu fühlen. Sondern dadurch, dass eine Geschichte plötzlich wieder da ist. Ein Moment, den ihr vielleicht längst kennt, bekommt eine neue Bedeutung. Und für einen Augenblick erlebt ihr ihn noch einmal.
Genau das ist für mich eine gute Traurede.
🎀Romantisch – aber ohne Kitsch
Eine Trauung darf emotional sein. Sie darf Tränen hervorrufen. Sie darf herzlich sein. Sie darf romantisch sein. Aber sie muss für mich nicht kitschig werden.
Ich glaube daran, dass echte Gefühle keine großen Worte brauchen. Oft sind es gerade die kleinen, ehrlichen Geschichten, die am meisten berühren. Ein Blick. Eine Eigenheit.
Ein Satz, den einer von euch irgendwann einmal gesagt hat. Oder eine ganz alltägliche Situation, in der plötzlich deutlich wird, warum ihr so gut zusammenpasst.
Ich möchte, dass ihr euch in der Rede wiedererkennt – nicht in einer idealisierten Version von euch, sondern so, wie ihr wirklich seid. Mit euren schönen Seiten, euren kleinen Macken, eurem Humor und all den Dingen, die eure Beziehung zu eurer machen.
🎀Mehr als eine Rede
Natürlich schreibe und halte ich eure Traurede. Aber wenn ihr möchtet, begleite ich euch auch darüber hinaus.
Wir überlegen gemeinsam, wie eure Trauung aufgebaut sein soll. Ich berate euch bei Ritualen, beim zeitlichen Ablauf und dabei, wie ihr Familie oder Freunde einbinden könnt.
Wenn Trauzeug:innen oder andere Herzensmenschen Teil der Zeremonie werden sollen, spreche ich mit ihnen und koordiniere alles im Hintergrund.
Den Tag vor der Hochzeit treffe ich mich gerne mit euch an der Location. Ihr seid ja eh da zum Aufbauen 😉 Wir schauen gemeinsam, wie der Einzug aussehen kann, wo ihr sitzen werdet, wie der Ablauf am Hochzeitstag funktioniert und was passiert, wenn es plötzlich regnet.
Denn manchmal sind es gerade diese kleinen Dinge, die einem vorher durch den Kopf gehen – und die sich sehr leicht lösen lassen, wenn man sie einmal gemeinsam durchgesprochen hat.
Am Hochzeitstag selbst bin ich früh vor Ort. Nicht nur, um die Technik aufzubauen.
Sondern auch, damit ihr jemanden an eurer Seite habt, der Ruhe bewahrt, Fragen beantwortet, den Bräutigam beruhigt, Gäste empfängt oder einfach dort mit anpackt, wo gerade Hilfe gebraucht wird.
Ihr sollt euch an diesem Tag nicht darum kümmern müssen, ob das Mikrofon funktioniert oder jemand nicht weiß, wo er sitzen soll. Dafür bin ich da.
🎀Mein Ziel
Am Ende wünsche ich mir, dass ihr nicht sagt:
„Das war eine schöne Rede.“
Sondern:
„Das waren wir.“
Denn genau das ist für mich eine gelungene freie Trauung.
Nicht perfekt. Nicht möglichst spektakulär. Sondern persönlich, ehrlich und so erzählt, dass ihr euch selbst darin wiederfindet.
Eine Geschichte, die es genau so nur einmal gibt. Eure.



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